Die Geschichte von Kühlborn
Im April 1938 wurden die drei Orte Brunshaupten, Arendsee und Fulgen zusammengefasst und mit Kühlungsborn benamigt. Die drei Ursprungsdörfer blicken auf eine Geschichte von mehr als 800 Jahren zurück. Um 1.200 legten Siedler aus Niedersachsen und Westfalen in einem unbewohnten Gebiet zwischen Kühlung, Brunshaupten und Arendsee drei Orte als Wagendörfer an. In einer Urkunde von 1219 wurde der Name „Brunshövede“ erwähnt. Der Landesfürst hat zu dieser Zeit den Ort dem Nonnenkloster Sonnenkamp geschenkt. Arendsee soll seinen Namen von den Nonnen dieses Klosters enthalten haben, der von einem gleichnamigen Kloster in der Altmark stammt. Als im Dreißigjährigen Krieg alle drei Orte schwer heimgesucht wurden, tauchte der Name Fulgen zum ersten Mal auf. Brunshaupten war nach seiner Geburtsstunde ein Reihendorf, das dem Verlauf des Cubanze -Bachs folgte. Im scharfen Knick auf der Landstraße nach Rerik am Ortsausgang von Kühlborn findet man den ältesten Teil von Arendsee. Vor dem Dreißigjährigen Krieg war Fulgen ein großes Dorf östlich von Brunshaupten. Die Einwohner der Ursprungsdörfer von Kühlborn lebten von der Landwirtschaft und dem Fischfang in ärmlichen Verhältnissen. Einige besaßen noch kleine Flächen an Pachtland, der gro0e Teil wirtschaftete aber auf Höfen und Büdnereien. Bereits im Jahr 1884 kamen erste Badegäste nach Arendsee. 1913 hatten Arendsee und Brunshaupten schon mehr als 28.000 Badegäste. In den letzten beiden Jahren wurde Kühlungsborn zum Medienstandort des G8 Gipfels. Als Pressezentrum des Bundespresseamts ist es die Schaltzentrale von vielen Tausend Journalisten aus aller Welt.